Sportschiessen


Das Sportschiessen hat in Europa eine lange Tradition. Schon im Mittelalter wurden Schiesswetkämpfe ausgetragen. Der erste bezeugte Schiesswetkampf in der Schweiz wurde bereits 1442 in Zürich ausgetragen.

 

Aufgrund der allgemeinen Wehrpflicht in der Schweiz und der Tatsache, dass die dieser Pflicht nachkommenden Männer sowie die freiwillig Militärdienst leistenden Frauen, ihre persönliche Waffe bei sich zu Hause aufbewahren und diese nach Ende der aktiven Wehrpflicht unter gewissen Voraussetzungen als Eigentum oder als Leihwaffe übertragen bekommen können, ist das sportliche Schießen mit diesen Ordonnanzwaffen in der Schweiz sehr verbreitet.

Aber auch schon bevor man in das Alter der Wehrpflicht und damit in den Besitz einer persönlichen Waffe kommt, kann man an Jungschützenkursen bei ausgebildeten Jungschützenleitern in vielen Schützenvereinen den Umgang mit dem Sturmgewehr 90 erlernen und auch bereits an sportlichen Wettkämpfen teilnehmen. Zu diesem Zweck werden vom Militär für die Dauer der Kurse Leihwaffen abgegeben.

Neben diesem sportlichen Schiessen mit Ordonnanzwaffen, nehmen an den Wettkämpfen auch Schützen mit Sportwaffen teil, also ohne militärischen oder polizeilichen Ursprung, meist in eigenen Kategorien oder gar in eigenen Wettkämpfen. Es werden meist auch Alterskategorien gebildet. Männer und Frauen treten jedoch in den Wettkämpfen ohne Unterschiede gegeneinander an. Frauen haben in dieser Sportart absolut keinen Nachteil gegenüber Männern.

Sportwaffe (Standardgewehr)
Sportwaffe (Standardgewehr)

Grundsätze des Sports

Ziel des Sportschießens ist es, die Mitte einer Zielscheibe zu treffen. Dies braucht Training, sowohl körperliches wie auch mentales. Oft werden diese Belastungen unterschätzt und Schießen gelegentlich belächelt und nicht als Sport angesehen.

 

Es werden 2 arten vom Zielscheiben unterschieden:

Die A-Scheibe

 

DieA-Scheibe hat einen weissen Grund von mindestens 150 cm Breite und 165 cm Höhe und als Zentrum einen schwarzen Kreis von 60 cm Durchmesser. Das Trefferfeld von 100 cm Durchmesser ist in fünf bzw. zehn gleichmässige Kreise eingeteilt.

Die B-Scheibe

 

Die kombinierte Feldscheibe B hat einen hellgrauen Grund von mindestens 150 cm Breite und 165 cm Höhe. Als Zentrum hat sie ein grünes Brustbild von 45 cm Breite und 50 cm Höhe, das bis 100 × 100 cm mit grauen und oliven Tarnfeldern umgeben ist. Das Trefferfeld von 100 cm Durchmesser ist in vier Felder bzw. zehn gleichmässige Kreise eingeteilt.